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Juli 2022 – Achtung, versteck­ter Zucker!

Sich zahnfreundlich zu ernähren, bedeutet unter anderem, auf häufigen Zuckerkonsum zu verzichten. Allerdings ist es nicht immer einfach, zuckerarm einzukaufen. Ein Problem ist, dass die Zutatenlisten von Lebensmitteln, Getränken oder auch Süßigkeiten Begriffe enthalten, die für den normalen Verbraucher unverständlich oder irreführend sind. Zucker erscheint dort oft unter einem anderen Namen oder sogar mehrmals unter verschiedenen Namen.

Auf Zutatenlisten befinden sich oft folgende Begriffe:

  • Glucose, Dextrose (Traubenzucker)
  • Fructose
  • Glucose-Fructose-Sirup
  • Maltose
  • Maltodextrin
  • Invertose, Invertzucker

Außerdem stehen auf Zutatenlisten manchmal stark zuckerhaltige Zutaten, die anstelle von Kristallzucker verwendet werden, wie etwa „Fruchtsaftkonzentrat“, „Birnendicksaft“, „Süßmolkenpulver“, „Gerstenmalz“ oder „Malzextrakt“. Honig besteht genau wie Haushaltszucker vorwiegend aus Zucker und ist somit ebenso zahnschädigend.

Für unsere Zähne und unseren Stoffwechsel ist es unerheblich, wie der Zucker benannt ist oder aus welchem Ausgangsprodukt er stammt. Verbraucherorganisationen fordern deshalb schon seit langem eine verständlichere Kennzeichnung. Nur so können Verbraucher (zahn-)gesund einkaufen.

Kariesbakterien mögen auch Stärke

Viele Mehlprodukte (vor allem Weißmehlprodukte wie Nudeln, helle Brotsorten und Gebäck wie heller Toast, Croissants, Brötchen, Kekse u.v.m.) haben einen hohen Anteil an pflanzlicher Stärke. Stärke gehört zu den Kohlenhydraten und wird teilweise schon im Mund (durch Enzyme im Speichel) zu Zucker umgewandelt. Produkte mit hohem Stärke- bzw. hohem Weißmehlanteil sind somit auch zahnschädigend.

Zahnfreundliche Süße

Süß, aber dennoch nicht zahnschädlich sind Zuckeraustauschstoffe wie Xylit, Sorbit, Isomalt und Mannit (mit den Zuckern verwandte natürliche Polyole) und die synthetisch gewonnenen Süßstoffe (z. B. Cyclamat, Aspartam und Saccharin). Beide Stoffgruppen können keine Karies auslösen. Manche Süßstoffe sind außerdem kalorienfrei. Zu beachten ist, dass einige Süßstoffe bei stärkerem Verzehr Nebenwirkungen wie Durchfall verursachen und sogar das Krebsrisiko erhöhen können.

 

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